1985 bis 2001

Das Jahr 1986: 75 Jahre TSV

Die sportlichen Aktivitäten, das Vereinsleben und der Stand des TSV Pförring im Jubiläumsjahr, dem Jahr seines 75-jährigen Bestehens spie­geln sich wieder im Pressebericht zur Jahreshauptversammlung im Do­naukurier vom 12. Januar 1986, wenn es da heißt: Mit der Weihe einer neuen Fahne wird der Turn- und Sportverein Pförring heuer sein 75-jähri­ges Bestehen feiern. Im Jahre 1986 vom 14. bis 15. August beging der TSV sein 75-jähriges Jubiläum im Rahmen des Volksfestes mit einer Fahnenweihe. Viele Helfer konnten motiviert werden diese Ehrentage zu begehen. Unterstützt durch die Gemeinde und den großartigen Zulauf unserer Gemeindevereine und weiterer überregionaler Vereine, konnte eine tolle Veranstaltung durchge­führt werden. Stellvertretend für die vielen Vereine sei der FC Wakerstein­-Dünzing genannt, der die Patenschaft für unsere 75 Jahrfeier übernahm.

Der TSV Pförring zählt mit zu den ältesten Vereinen in unserem Lande. Der Sportverein kam mit acht Abteilungen den verschiedenen Neigungen der sportbegeisterten Bevölkerung entgegen. So konnten die 577 Mitglie­der, darunter 120 Jugendliche die der Verein zu diesem Zeitpunkt besaß, die 75 -Jahrfeier begehen. Dass der Verein auch auf Landkreisebene vorne mithalten kann, beleg­te der Vorsitzende mit einigen Zahlen. Beim Vergleich der Wohnbevölke­rung mit der Mitgliederzahl steht der TSV Pförring unter den 90 Sportver­einen des Landkreises an 10. Stelle. Auf dem sportlichen Sektor nimmt der Verein mit seinen acht Abteilungen sogar den fünften Rang ein.

In seinem Tätigkeitsbericht stellte der Vorsitzende Siegfried Summerer fest, dass im Jah­re 1985 mit der Fertigstellung der Terrasse am Sportheim die Arbeiten im Sportzentrum vorerst zum Abschluss gebracht werden konnten. Einer Aufstellung zufolge wurden in den vergangenen Jahren in die gesamte Sportanlage 713.000,– DM investiert. Mehr als ein Drittel dieser Kosten wurden über Eigenleistungen erbracht. Auch sportlich konnte sich das Ehrenjahr durchaus blicken las­sen. Hr. Franz Dichtl wurde in diesem Jahr aufgrund seiner „hervorragenden und besonderen Dienste“ seitens des bay­rischen Turnerverbandes mit der Ehrennadel des in Silber Bürgermeisters ausgezeichnet. Eine besondere Ankündigung seitens des Bürgermeisters war die Bekanntgabe, dass die neue Mehrzweckhalle in die Finanzierungsplanung der Gemeinde für 1987 und 1988 eingestellt worden ist. Der Standort wurde damals noch am TSV Sportgelände gesehen. Alles in allem war es ein gelungenes Jahr- vor allem Dank der unzähligen ehrenamtlichen Helfer, die in über 2000 Stunden die Aktivitäten des Jubiläumsjahr stemmten.

Seit dem Bau der Römerhalle 1996 besteht für alle Altersgruppen die Möglichkeit sich am Badminton zu versuchen.

Kinderturnen in den 1980ern

1. Wettkampf der Turngruppe Flick-Flack war das Gauturnfest im Sommer 1997.

In den Jahre ’92 bis ’96 stiegen die Mitgliederzahlen von 641 auf 831 Mitglieder – eine Steigerung um nahezu 200 Mitglieder in 5 Jahren! Dies lag nicht zuletzt an der nunmehr fertigge­stellten Mehrzweckhalle (’96), in der sich die Tischtennisabteilung wieder formierte, sowie sich eine Leistungsturngruppe Turnen bildete und Badminton seine Geburtsstunde erlebte. Am Sportgelände wurde der Umbau sowie die Erweiterung des Tennisplatzes mit Zu­fahrtsstraße und Parkbuchten, Anschluss an die öffentliche Kanalisation, sowie einer Außenbeleuchtung gestemmt. Im Jahre 1996 wurden die Maßnahmen im Bereich Tennis mit einer Trainingswand fertiggestellt – so wie man die Anlage heute sieht, ist sie nach wie vor ein Schmuckstück des TSV und bindet sich hervorragend in das Ge­lände ein! Eine ganz andere, aber sehr wesentliche Entscheidung und Umsetzung wurde bis 1995 getätigt – die Erstellung des Kleinfeldfußball­platzes inkl. einer Flutlichtanlage und einer Bewässerung. Diese damali­ge Umsetzung ist heute noch – oder besser gesagt – besonders heute Gold wert. Dieser Platz bietet nicht nur den AH Spielern Trainings- und Spiel­feld, sondern besonders unseren über 70 Bambini bis E-Jugendspielern bietet es ein altersgerechtes Trainings – und Spielgelände. Heute noch gilt dieser Platz als Bekenntnis des TSV zu seiner Jugendarbeit. Sportlich konnte man (’95) nunmehr im Jugendbereich Fußball mit A-, B-, C-, D-, E-, F- Jugend den Punkt – Spielbetrieb durchführen – ein Ga­rant für die späteren erfolgreichen Herrenmannschaften.

Einen weiteren Anstieg von immerhin fast 200 Mitgliedern konnte in den Jahren 1997 bis 2001 verzeichnet werden, so dass der TSV 1.025 Mitglie­der im Jahre 2001 zählte. So wurde das 900. Mitglied gesucht – und im Jahre 1998 gefunden: Ge­org Betz hatte das Glück das 900. Mitglied zu sein. Natürlich fieberte man nun dem 1.000 Mitglied entgegen. Und im Jahr 2000 war es dann soweit: das 1.000 Mitglied wurde der erst 5-jährige Manuel Brunner. Den Mitgliedern standen in diesem Zeitraum 8 Abteilungen zur Verfü­gung, in denen sie sich sportlich betätigen konnten. Der Kassenstand konnte anfangs stabil gehalten werden, trotz zahlrei­cher weiterer Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Im Jahre ’97 wurde im Zuge der Erweiterung des Schützenheimes eine überdachte Sitztribüne errichtet. Ferner mussten im selben Jahr zwei der Tennisplätze general­saniert werden. Im Jahre ’99 wurden für den Hauptplatz in eine Flutlichtanlage sowie eine Bewässerungsanlage investiert, die die Gemeinde großzügig unterstützte. Somit standen ab 1999 dem TSV zwei mit Flutlichtanlagen versehende Fußballplätze zur Ver­fügung. Im Jahre 2001 wurde mit der Sanierung der Umkleideräume im Kellergeschoß des TSV Heimes begonnen.

TSV Pförring

Außergewöhnliche Auszeichnung für die E-Jugend 1998/99

Aufgrund ihrer Leistung während der Saison 1998/99. Der Rundfunksender „Bayern 3“ ehrte sie als zweit erfolgreichste Mannschaft in ganz Bayern. Die Bilanz von 25 Siegen in Folge und einem Torverhältnis von 213:21 konnte bei diesem Wettbewerb nur Viktoria Aschaffenburg toppen. Der Jahrgang wurde 2001/02 souverän Meister und schaffte somit den Aufstieg in die Kreisklasse. Ein kurioses Ende nahm während der Saison das Spiel gegen Baar-Ebenhausen. Als man nach der Halbzeit beim Stand von 11:0 dabei war sich aufzuwärmen, kam die gegnerische Mannschaft verspätet, aber frisch geduscht aus der Kabine, stiegen in ihre Autos und fuhren kommentarlos nachhause.

Im Fußball lief es besonders im Jugendbereich hervorragend. So ver­zeichnete man von acht im Spielbetrieb befindlichen Mannschaften (’97) drei Mannschaften in der Kreisliga. Bis 2001 stieg die Anzahl der im Spielbetrieb befindlichen Mannschaften auf zehn an. In dieser Zeit waren die Jugendabteilungsleiter Horst Buchner (bis ’99) und Karl Scheiblecker (ab 2000). Hier kündigte sich schon der Aufschwung für die Jahre 2. Mannschaft) und 2002 (1. Mannschaft) an. Die Tennisabteilung feierte ihr 20 Jähriges Bestehen (´97) und stieg mit der 2. Herrenmannschaft in die Kreisklasse auf und erreichte gar mit den Bambinis den Aufstieg in die Bezirksklasse (´98). Im Jahre 2000 erreichte man schließlich mit zwei Mannschaften den Aufstieg in die Bezirksklasse und mit weiteren zwei Mannschaften den Aufstieg in die Kreisklasse. Getoppt wurde dieses ­Ergebnis noch durch den Aufstieg der Bambinis in die Bezirksklasse 1 – der zweithöchsten Klasse, die die Bambinis erreichen können. Leider stiegen im Jahr 2001 drei Mannschaften wieder ab.

Auch die Sparte Volleyball konnte 1997 Zeichen setzen. So gelang es der männlichen Jugend Kreismeister und Kreispokalsieger zu werden. Aber das reichte einigen noch nicht – so qualifizierten sich sechs Spieler sogar für die Bayernauswahl. Nach dem Aufstieg der Volleyballdamen (2000) stiegen sie leider im Jahre 2001 aus der Bezirksliga wieder ab. Jedoch schaffte die Jugend die Qualifikation (2000) zur Oberbayerischen Meisterschaft. Im Seniorenfußball schlug die hervorragende Jugendarbeit durch, sodass beide Seniorenmannschaften in dieser Zeit obere Platzierungen in den jeweiligen Klassen schafften. Im Jahre 2000 stieg dann die 2. Mannschaft in die A-Klasse auf. Einen Dämpfer erhielt man zum Ende der Saison 2000/02, wo die 2. Mannschaft wieder abstieg und die 1. Mannschaft im unteren Drittel der Tabelle aufzufinden war. Aber im Verlauf des Jahres 2001 zeigte sich deutlich, dass nun das Potential aus der Jugend angekommen war. So belegten zur Winterpause beide Mannschaften die 1. Tabellenplätze. Im Bereich Badminton nehmen die Mitgliederzahlen rasant zu, da das Angebot auch überregional wohl eher dürftig für diesen Sport war und in einer tollen, professionellen Atmosphäre beim TSV von Hans Reitmeier angeboten wurde. Sieben Hallenmannschaften nutzten bereits die neue Römerhalle. Zu diesen Mannschaften gehörten auch die Cooldancers, die gemeinsam mit ihrer Abteilungsleiterin Katharina Betz ihr 5 Jähriges Jubiläum im Jahr 2000 feierten. Im Januar 1999 wurde der Familienbeitrag eingeführt, um kinderreiche Familien zu entlasten. Er betrug 32 DM (61,50€). Herbert Zajicek, der seit 25 Jahren als Kassenverwalter fungierte, zeiht sich 1997 aus der Vorstanschaft zurück, blieb aber als Beirat dem TSV erhalten. Er wurde aufgrund seiner langjährigen Position gesondert geehrt.

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